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Pierre Fouchenneret, Violine

Pierre Fouchenneret, der zu den Partnern der Stiftung Singer-Polignac zählt, erfreute sich schon in frühester Jugend großer Anerkennung. Bereits mit 12 Jahren erhielt er den Ersten Violinpreis an der Musikhochschule Nizza, mit 16 Jahren den Ersten Preis in den Sparten Violine und Kammermusik am Pariser Konservatorium, und er wurde Preisträger der Stiftung Natixissowie beim Internationalen Kammermusikwettbewerb Bordeaux.

Beflügelt durch den außerordentlich soliden Unterricht, der ihm von Alain Babouchian an der Musikhochschule Nizza, von Olivier Charlier am Pariser Konservatorium sowie von Devy Erlih zuteil wurde, empfand Pierre Fouchenneret den Wunsch, sein Können weiterzugeben und wurde seinerseits Lehrbeauftragter an der Musikhochschule Bordeaux. Diese Anerkennung seiner Leistungen gibt ihm auch die schöne Gelegenheit, mit den begabtesten Musikern seiner Generation zusammenzuarbeiten und auf den bedeutendsten nationalen und internationalen Bühnen aufzutreten. So gründete er im Jahr 2013 das „Strada Quartett“, zusammen mit François Salque, Sarah Nemtanu und Lise Berthaud.

Seine Virtuosität, sein „beseeltes, präzises und abwechlungsreiches Spiel“ (Classica) und seine Leidenschaft werden auch von französischen und internationalen Orchestern geschätzt, als da sind die Orchester Bordeaux-Aquitaine, Dijon, die Philharmonie Nizza, das Orchester von Brno (Tschechien), das Baltic aus Sankt-Petersburg. Als begeisterter Kammermusiker ist er auch der Violinspieler des „Streichtrios 71“ mit Eric Picard und Nicolas Bone.

Während er seine Karriere als Solist und Kammermusiker verfolgte, erschien 2007 seine erste, Mendelssohns Streichtrios gewidmete CD. Daran schloss sich eine Reihe von Cds an, die allesamt von der Kritik begeistert begrüßt wurden. So erhielt er die Auszeichnung „Choc classica“ für eine dem französischen Komponisten George Louis Onslow gewidmete CD. 2015 gab er deren drei heraus. Die erste enthält das Klavierquartett Nr 3 Op. 3 von Mendelssohn; auf der zweiten, „Boheme“ betitelt, bietet er die Chaconne von Bach sowie das Duo von Kodaly mit Begleitung von François Salque dar und mit Romain Descharmes zusammen Bela Bartoks Zweite Sonate für Geige und Klavier.

Für die dritte endlich spielte er, wiederum mit Romain Descharmes zusammen, Beethovens sämtliche Sonaten für Violine und Klavier. Aufgrund  seiner großen Leidenschaft für diesen Komponisten vertiefte er  seine Arbeit und gab Anfang 2016 eine Beethovens beiden letzten Streichquartetten gewidmete CD heraus. Das Jahr 2016 war von zahlreichen Projekten geprägt, darunter die Einspielung von Faurés sämtlichen Werken für Violine. 2017 wird er an der Seite von Eric Lesage mit einer Gesamtaufnahme von Brahms' Kammermusikwerken beginnen. Die Arbeitsweise von Pierre Fouchenneret, die man in diesen verschiedenen Einspielungen entdecken kann, zeugt von seiner steten Suche nach einer reinen, unaffektierten Ästhetik, aber auch von seiner tiefen Liebe zu und seiner Achtung vor dem Text. 

Meisterhaft bei seinen Auftritten, weiß er Risiken einzugehen und seine Zuhörer zu überraschen: „ Es genügte, die tiefe Stille im ergriffenen Publikum zu vernehmen (…) „Überwältigend“ ist das Wort, das auf alle Lippen kam, „ zutiefst erschüttert“; „Das zahlreich erschienene Publikum war sich des Privilegs wohl bewusst, einem seltenen Konzert beizuwohnen.“ (Ouest-France.)


Konzerte am 16. August mit Giorgi Kharadze und Julien Gernay, 18. August mit Julien Gernay